Wie gesellschaftliche Ideale Mütter formen

Kennst du das?
„Ein Kind braucht seine Mutter.“
„Ich könnte das nicht, jetzt schon arbeiten gehen und das Kind alleine lassen.“

Vermutlich kann jede Mutter ihre eigene Geschichte erzählen, wann und wo sie mit gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert war, die sich für sie nicht richtig angefühlt haben.

Wir haben ein fest verankertes Bild, wie eine Mutter sein soll, was ihre Aufgaben sind und wie sie sich zu verhalten hat.
Doch nicht für alle Mütter ist dieses Bild passend.

Doch wo kommt das eigentlich her?

 

Der Mutterinstinkt ist ein Mythos

Mit Geburt des Kindes weiß eine Mutter sofort, was ihr Kind braucht, denn es ist ihr natürlicher und ursprünglicher Mutterinstinkt. Einen Vaterinstinkt gibt es nicht.

Der Mutterinstinkt – und damit die Annahme der Unterschiedlichkeit in der Natur von Mann und Frau – ist bis heute die mächtigste Erklärung für geschlechterbasierte Rollenverteilung.

Verrückt, dass im Duden bis 2016 unter Mutterliebe zu finden war „fürsorgliche, opferbereite Liebe einer Mutter zu ihrem Kind“ während Vaterliebe als „die Liebe eines Vaters zu seinem Kind“ beschrieben wurde? Warum wurde diese Liebe so unterschiedlich definiert?

Seit Jahrhunderten erzählen Männer Geschichten über Mütter. Es beginnt mit Geschichten aus der Steinzeit, in der die Männer jagten und die Frauen sammelten. Mittlerweile ist klar, dass Frauen an den Jagden ebenfalls stark beteiligt waren – unter ihnen sicherlich zahlreiche Mütter.

Die Kirche hat unser Muttermythos weiter geprägt und auch der französische Aufklärer Jean-Jacques Rousseau wusste genau, dass der Mann zum Entdecker bestimmt war, während die Frau ihre mütterliche Natur dafür verwenden sollte, gute Staatsbürger zu erziehen.

 

Mütterforschung wurde lange bewusst vermieden

Seit einigen Jahren wissen wir, dass unsere Geschichten eben Geschichten sind. Die Wissenschaft beginnt Mutterschaft zu verstehen und je mehr wir darüber wissen, desto entlastender wird es für Mütter.

Heute wird zur Matreszenz geforscht und wir haben im Deutschen den Begriff Muttertät, der angelehnt an die Pubertät beschreibt, dass Mutter werden ein Prozess ist, der auf unterschiedlichen Ebenen stattfindet.

Veränderung auf der:

🏃🏼‍♀️ Körperlichen Ebene
💭 Psychologischen Ebene
👩‍❤️‍👨 Beziehungsebene
👩🏼‍🏭 Beruflichen Ebene
🌎 Der Ebene der Weltanschauung

Paul Watzlawick sagte: „Wie wir gesehen haben, wird die erfundene Wirklichkeit zur wirklichen Wirklichkeit nur dann, wenn die Erfindung geglaubt wird.“

Lange Zeit gab es nur diese eine Geschichte.

Doch merken wir in unserem Alltag, dass es lange nicht mehr nur diese eine Geschichte gibt. Wir sind unterschiedlich in unseren Lebensmodellen. Wir erkennen an, dass die Kinder unterschiedlich sind. Während bedürfnisorientierte Erziehung lange Jahre keine Rolle spielte, wissen auch wir heute mehr darüber, was Kind und Eltern gut tut und dass es mehr als eine Option gibt.

Dennoch spiegelt sich diese Optionsvielfalt bis heute nicht in unserem Mutterbild. Schnell ist man eine Rabenmutter oder eine Helikoptermutter.
Der Grat ist schmal.

Oft sind wir selbst gefangen in unserer Mutterrolle und versuchen Erwartungen zu erfüllen und zu gefallen. Denn die Identifikation, die wir mit der Mutterrolle verknüpfen ist riesengroß.

Doch wenn wir anerkennen, dass es wohl kein Richtig und kein Falsch gibt und am Ende zählt, was den Eltern und dem Kind guttut, sollten wir die Mutterrolle dann nicht auch so bekleiden wie sie gut zu uns passt?

Da das Entstricken aus diesen Rollen nicht immer einfach ist, es viel Reflexion und Bestärkung braucht, biete ich einen Gruppenkurs dazu an, der das Ziel hat, die Mutterrolle selbst zu gestalten. Die eigenen Erwartungen von denen im Außen zu trennen und den eigenen Weg zu finden.

Am 19.8. startet mein Gruppenkurs „Beruf, Familie und Ich: Raus aus dem Momsterrad, hin zu mehr Leichtigkeit und Zufriedenheit“.

Bis zum 28.7. gilt der Frühbucherpreis von 349€ – danach kostet die Teilnahme 399€.
Du bekommst sechs Module, die dich durch wichtige Bereiche deiner Mutterschaft begleiten und in denen du nach und nach mehr Klarheit und somit auch mehr Leichtigkeit gewinnst.

Entdecke hier alle Inhalte & Informationen rund um den Gruppenkurs

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